No fear fixed gear

Nach der Saison versucht man irgendwie seinen geschundenen Körper in die Uni zu schleppen, was erstaunlicher Weise gar nicht so leicht ist, wie man es sich ohnehin eh nicht vorstellt. Jedenfalls war am 22.10 wieder einer der sinnlosen Tage, an denen man versucht, die Zeit auf der FH möglichst braindead über die Runden zu bringen. Das dürfte mir an dem Tag äußert gut gelungen sein, denn mit einem dezenten „DO HOTS WOS“ (nein, das ist nicht englisch) wollte ich darauf aufmerksam machen, dass ein bissl Wuwo zwischen Kette und Kettenblatt des vom ÖRV zur Verfügung gestellten Bahnrades abhängt.Leider wars mit kurz hinsetzen und ein Pflaster drauf, bzw. Taschentuch (DANKE PATI J) nicht getan. Viel mehr wurde es schnell sehr dunkel und daraus resultierend gleich mal ordentlich mit dem Kopf auf den eh schon so schiachen Laborboden aufdetoniert. Dann folgte, die friedliche Ruhe, schöne Träume, wohlige Wärme…..man möge fast glauben, eine ganz normale Unterrichtseinheit. Aufwachen und sich denken – naaaaaa, des is jetzt nit echt – ist nicht gut! Ich kenn wen, der hätte sich gedacht: OIDA. Die Frau Doktor aus dem Stock darüber war sofort zur Hilfe geeilt, wenn auch ein bisschen nervös. Aber das kann man ihr nicht verübeln, verarztet sie ansonsten Patienten mit 80+ was sicher nicht sonderlich spannend sein kann. Die Frage ob ich was trinken will, wurde gleich mit einem: JA, ein Bier bitte, beantwortet, was zur allgemeinen Aufheiterung der Situation führte.Im Lorenz Böhler angekommen begann das ewige Warten. Ewig insofern, als dass auf ein: Herr Doktor, ich blute stark und mir ist schlecht, ein: die Schwester stillt die Blutung gleich, zurückgemeldet wurde. Nur hab ich dort nie eine Frau Krankenschwester gesehen. Direkt unter der Uhr liegend und den Minutenzeiger hoffnungsvoll anstarrend dauern 40 min doch sehr lange.

Die Diagnose lautete dann aber doch: amputat.traum.phal.dist.ind.dext. Was dann ca. so ausschaut:

finger.jpg

 

Dem wurde mit einem lokalen Verschiebelappen und einer V-Y- Plastik Paroli geboten. Der restliche Fingerteil wurde locker lässig in den Müll verfrachtet. Voll toll. Wenn es nicht mein Blut gewesen wäre, hätte ich es doch amüsant gefunden wie sich das blitzeweiße Gewand der OP-Gehilfin zu einem wurNITSCH Gemälde verwandelt.Was folgte waren fast 3 Wochen volle Schmerzmitteldröhnung, schlaflose Nächte, litargisches Dahinvegetieren und sich immer bewusster werdend, dass doch etwas fehlt. Nach Außen kann man das gut abtarnen, jedoch hat es doch einiges an Zeit in Anspruch genommen, mit dem Ganzen fertig zu werden.Ich möchte noch mal allen danken die mir in der Zeit geholfen haben. Studienkollegen, allen Freunden vor allem Pedro und Pate, meiner Familie und meiner Krankenschwester Mandy J 

Die Moral von der Geschichte: 

FIXED GEAR IS IDEAL FOR TRIMMING FINGERS.  

(just put it on a workstand, spin the cranks and let the chain do it’s work)

~ von wuwo am Januar 18, 2008.

Eine Antwort to “No fear fixed gear”

  1. jesus fucking christ, wolfgang. wenn mir nicht schon grad mein kontostand den magen umgedreht hätte, das foto tuts auf jeden fall.

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